Die Vermittlerrichtlinie IDD

Die Honorarberatung zu stärken war und ist nur durch Versicherungsmakler möglich. Dafür hat sich HonorarKonzept deutlich eingesetzt.

Folgerichtig hat die IDD-Gesetzgebung nun auch keine Trennung zwischen Honorar und Provision, sondern eine Unterscheidung zwischen abhängiger und unabhängiger Beratung vorgenommen.

Honorare von Maklern dürfen demnach auch mit Privatkunden vereinbart werden.

Der Druck auf Abschlussprovisionen wird aber weiter zunehmen. Die IDD-Gesetzgebung öffnet den Maklern mit der Honorarberatung den Weg, Einnahmeeinbrüche auszugleichen und sich von Provisionsabhängigkeiten weiter zu befreien.

Fest steht: Makler werden Ihre Existenz ohne Honorar nur sehr schwer oder gar nicht langfristig halten werden.

Statement der HonorarKonzept GmbH zur IDD-Gesetzgebung

Sitzung des Bundestages vom 29.06.2017

IDD kurz erklärt

Die Insurance Distribution Directive (IDD) ist die Vorgabe der EU in den Mitgliedstaaten eine Verbesserung des Verbraucherschutzes und eine Mindestharmonisierung des Versicherungsvertriebsrechts herzustellen. Sie betrifft nicht nur Vermittler, sondern alle sogenannten Vertreiber von Versicherungen.

Die IDD trat am 23. Februar 2016 in Kraft und ist innerhalb von 24 Monaten in deutsches Recht umzusetzen. Im Zuge der Gesetzgebung wird über die IDD-Regelungen hinaus auch die Honorarberatung gestärkt. Dies wurde im Regierungskoalitionsvertrag vereinbart.

Inhalte der Gesetzgebung in Deutschland:

Gewerbeordnung

Trennung zwischen abhängiger und unabhängiger Beratung, Einführung eines neuen Berufsstandes mit dem „Versicherungsberater“; Erweiterte Statusangaben insbesondere in Hinblick auf die Vergütungsquellen, Pflicht zur Weiterbildung u.a.

Versicherungsaufsichtsgesetz

Regelungen zu Vertriebsvergütung und Vermeidung von Interessenkonflikten, Sondervergütungs- und Provisionsabgabeverbot, u.a.

Versicherungsvertragsgesetz

Regelungen zur Vertriebstätigkeit der Versicherer, Beratungs- und Dokumentationspflichten im Direktvertrieb, allgemeine Informationspflichten, erweiterte Informations- und Beratungspflichten bei Versicherungsanlageprodukten, u.a.

Wichtige Auswirkungen für Makler aus dem Gesetz

1. Makler dürfen bei Privatkunden

  • im Rahmen einer Vermittlung auch gegenüber Privatkunden ein Honorar vereinbaren
  • weiterhin Nettotarife anbieten

2. Makler unterliegen einem neuen Provisionsabgabeverbot

3. Makler, die Versicherungsberater werden,

  • dürfen ihre Kunden beraten, betreuen, rechtlich beraten und vermitteln
  • dürfen für alle diese Tätigkeiten Honorare mit ihren Kunden vereinbaren
  • behalten Ihre Provisionsansprüche 
  • können auch Provisionstarife mit der Maßgabe der Provisionsdurchleitung (Verrechnung mit Prämie) durch den Versicherer vermitteln