Regulierung gefährdet Vorsorge

Fachhochschule Dortmund, Oktober 2013

 

Untersuchungsansatz:

 

Die Pläne für eine neue Versicherungsvermittlerrichtlinie (IMD II) der Europäischen Kommission, aber auch Vorhaben der deutschen Politik, wie eine Förderung der sogenannten Honorarberatung und Beschneidung des Provisionsvertriebs, gefährden die Existenz der selbständigen Versicherungsvermittler. Behauptet wird, dass Versicherungsvermittler ihre Kunden wegen der Provisionsanreize systematisch falsch beraten. Dazu werden Zahlen über angeblich den Kunden verursachte Milliardenschäden genannt, die nicht nach wissenschaftlich anerkannten Methoden ermittelt worden sind.
 
Dies veranlasste den BVK eine wissenschaftliche Studie bei den renommierten Branchenkennern und Wissenschaftlern Prof. Dr. Matthias Beenken und Prof. Dr. Michael Radtke von der Fachhochschule Dortmund in Auftrag zu geben.

 

Ergebnis:

 

Über einen Zeitraum von drei Jahren prognostizieren die Autoren, dass von heute 89.000 hauptberuflich tätigen Vertreter- und Maklerbetrieben zwischen 30 und 45 Prozent aus dem Markt ausscheiden werden. Besonders betroffen sind dabei Existenzgründer, während ältere Vermittler zunächst durch Personalentlassungen und andere Kostensenkungsmaßnahmen versuchen werden, Provisionsausfälle zu kompensieren, ehe auch sie bei Unterschreiten eines Mindestgewinns aus der selbständigen Tätigkeit ausscheiden.

 

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