Göttingen den,

Analyse nach Norm, Beratung nach Maß

Im Deutschen Institut für Normierung (DIN) wird seit einiger Zeit an der Norm 77230 gearbeitet, die eine Basisanalyse der finanziellen Situation von Privathaushalten standardisiert. Ende des Jahres soll sie veröffentlicht werden. Wie immer bei DIN-Normen muss sich niemand daran halten, im Beratungsalltag kann sie aber nützlich sein.

Die Norm beschreibt die Analyse der finanziellen Situation von Privathaushalten. Sie standardisiert eine (abstrakte) Rangfolge für die Priorisierung von Risiken und orientiert sich dabei an drei Bedarfsstufen: der „Sicherung des finanziellen Grundbedarfs“, der „Erhaltung des Lebensstandards“ und einer „Verbesserung des Lebensstandards“.

Es handelt sich ausschließlich um eine Normierung der Analyse der IST-Situation, die sich als Baustein zur Verbesserung der Beratungsqualität versteht. Haushaltsdaten, eine Vermögensbilanz sowie eine Einnahmen-/ Ausgabenrechnung werden neutral und ohne konkreten Produktbezug dargestellt.

Die Beratung ist nicht Gegenstand der Norm. Auch soll sie nicht das Beratungsprotokoll ersetzen. Auf die objektive und produktunabhängige Analyse des Status quo des Kunden folgt die gewohnt qualifizierte Beratung mit Produktlösungen. Mit diesen Daten als Basis, so die Idee, kann die Beratung fundierter erfolgen, als wenn keine standardisierte Analyse verwendet worden wäre.

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