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Erfolgreiche IDD-Umsetzung? Getrübte Aussichten? HonorarKonzept veröffentlicht Ergebnisse der Maklerumfrage

Mehr Absatz? Mehr Storno? Höhere Kosten? Verbesserte Kundenbindung? HonorarKonzept hat ein Jahr nach dem Startschuss der IDD-Umsetzung 1.125 Versicherungsmakler zu verschiedenen Themen rund um die IDD befragt. Auch wenn nur knapp 10 Prozent der Befragten ein Feedback abgegeben haben, sind klare Tendenzen zu erkennen. 

Kaum eine Reform hat den Versicherungsvertrieb in Deutschland so nachhaltig verändert wie die Versicherungsvertriebsrichtlinie Insurance Distribution Directive. Das Kürzel IDD hat sich vielen Marktteilnehmern eingebrannt. Seit dem 23. Februar 2018 muss sich der gesamte deutsche Versicherungsvertrieb daran halten – und das, obwohl die dazugehörige Verordnung über die Versicherungsvermittlung und -beratung (VersVermV) erst Ende November 2018 den Bundesrat passieren konnte.

Zeitig informiert und dennoch nicht alles erledigt

Fast die Hälfte der Befragten fühlte sich im Vorfeld gut oder sehr gut über die kommenden Veränderungen informiert, nur ein Fünftel war unzufrieden. Überwiegend wurden hierfür Printmedien, das Internet oder Seminare genutzt.

32 Prozent der Befragten gaben in diesem Zusammenhang an, dass sie den Aufwand für die eigene Umstellung eher unterschätzt haben. Folglich ergab die Umfrage, dass im Schnitt 20 Prozent erst nach dem Stichtag begonnen haben, IDD-konforme Dokumentationspflichten, eine Interessenkonfliktvermeidung, Anforderungen an eine Geeignetheitsprüfung bei Versicherungsanlageprodukten und an die Geschäftsorganisation bei sich umzusetzen. Und allein 24 Prozent der Vermittler räumen ein, dass die Anpassung zum Beispiel beim Thema Geschäftsorganisation noch gar nicht abgeschlossen ist.

Sorge und viel Hoffnung

Langfristig erwarten zwei Drittel der Befragten höhere Kosten für den eigenen Betrieb. Einen branchenweiten Nachwuchsmangel befürchten gut 42 Prozent. Auf der anderen Seite sehen fast 65 Prozent der Befragten eine Stärkung der Honorarberatung insgesamt. Mehr als die Hälfte erwartet, dass die Beratung branchenweit professioneller und fundierter wird, 44 Prozent versprechen sich ein langfristig steigendes Vertrauen in die Branche und für ihr eigenes Unternehmen sehen fast 60 Prozent Potenzial für eine bessere Kundenbindung.

„Dass die IDD-Umsetzung noch nicht abgeschlossen ist und die Berater weiterhin Unterstützung benötigen, können wir aus der Praxis mehr als bestätigen. Unser IDD-Handbuch ist mittlerweile eine Dauerbrenner und aktuell stattfindende Webinare wie zum Beispiel zur Geeignetheitsprüfung werden stark nachgefragt“, sagt Volker Britt, Geschäftsführer der HonorarKonzept GmbH.

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